DIE SUCHE NACH WERTTREIBERN

Der Wandel zur Wissensgesellschaft hat dazu geführt, dass die Fähigkeit wirtschaftlichen Mehrwert zu schaffen von nicht-finanziellen Werten wie Innovation, Marken oder Humankapital bestimmt wird. Als Werttreiber werden Effekte bezeichnet, die sich im Rahmen einer Unternehmensbewertung zeitlich verzögert auswirken. Unser Ansatz ist darauf ausgerichtet Werttreiber zu identifizieren und zu bewerten. Die klassische Finanzanalyse wird dadurch substantiell ergänzt, um Unternehmen und deren Potenzial präziser beurteilen zu können.

Seit den 1970er Jahren werden von der Wissenschaft Indikatoren und Strategien identifiziert die in der Lage sind systematische Überrenditen zu erzielen. Waren dies ursprünglich auf finanziellen Kennziffern basierende Strategien, so hat die aktuelle Forschung vermehrt auch nicht-finanzielle Faktoren als Werttreiber festgestellt. Vor allem auf Branchenebene werden aktuell von der Wissenschaft eine Vielzahl von Einflussgrößen identifiziert.

Identifizierung

Zur Identifizierung der Werttreiber verwendet the Value Group große Mengen nicht-finanzieller Datenpunkte (Big Data). Nach der Algorithmisierung der Daten werden Faktoren mit signifikanter Vorhersagekraft zukünftiger Renditen ausgewählt und die Ergebnisse mit wissenschaftliche Erkenntnissen abgeglichen. Für die finale Integration in das Unternehmensrating berücksichtigen wir nur diejenigen Faktoren, die einen  empirisch nachweisbaren Performancebeitrag liefern.

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Werttreiber
WERTTREIBER

Im Fokus des Unternehmensratings stehen von uns identifizierte langfristige Werttreiber wie 

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„In der Vergangenheit waren Maschinen und Fabriken entscheidend für den Unternehmenserfolg, heute sind für die Zukunft eines Unternehmens jedoch vor allem Faktoren wie Daten, Patente, Marktanteile und Marken entscheidend.“ – Dr. Martina Dürndorfer

QUALITY RATING

 

Dem Quality Rating liegt ein quantitativer Bewertungsansatz der Werttreiber zugrunde. Die eigene Datenbank aus nicht-finanziellen Daten bildet hierfür das Fundament. Ausgehend von einer Großzahl an Datenpunkten werden branchenspezifische Werttreiber abseits der Bilanz bewertet, aus denen das Quality Rating berechnet wird.

Ratingsystematik

Die von uns identifizierten Werttreiber fassen wir inhaltlich in sechs Kernfaktoren zusammen die die Basis für die Unternehmensbewertung bilden:

INNOVATION CAPITAL

 

Analyse des Innovationserfolgs und zukünftiger Innovationskraft

 - F&E-Ausgaben

 - F&E-Mitarbeiter

 - Patentportfolio

 - Patententwicklung

 - F&E-Risiken

CORPORATE GOVERNANCE

 

Unternehmensführung und Compliance Prozesse

 - Managementstruktur

 - Vergütungsstruktur

 - Aktionärsstruktur

 - Aktionärsrechte

 - Transparenz

 - Rechnungslegung

HUMAN CAPITAL

 

Beurteilung inwiefern Mitarbeiter einen optimalen Beitrag zum Unternehmenserfolg leisten

 - Human Capital Stabilität

 - Weiterbildungsinvestitionen

 - Schulungstage

 - Mitarbeiterfluktuation

 - Effizienz des Human Capital

EXTERNAL STAKEHOLDER

 

Wettbewerbsfähigkeit mit Lieferanten, Kunden & Wettbewerber

 - Gesellschaftliche Verantwortung

 - Kundenzufriedenheit

 - Soziales & kulturelles Engagement

 - Qualitätsauszeichnungen

 - Umweltaspekte

 - Wettbewerbspositionierung

IMAGE & BRAND

 

Analyse des Markenerfolgs, der Markenentwicklung und des Image

 - Markenstabilität

 - Marketinginvestitionen

 - Sponsoring, Marktvisibilität

 - Employer Branding

 - Marktwert

 - Image und Reputation

CORPORATE RISK

 

Analyse möglicher Risikopositionen eines Unternehmens

 - Pensionsrisiken

 - Compliance Risiken

 - Interne Kontrollsysteme

 - Umweltrisiken

 - Sonstige Risiken

DER WEG ZUM QUALITY RATING

 

In einem mehrstufigen Verfahren werden die erhobenen Daten verdichtet und zu einer Bewertungskennzahl aggregiert. Dieser aus den einzelnen Werttreibern aggregierte Meta-Score (Quality Rating) drückt die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmen aus. Das Quality Rating ist somit eine Kombination aus Finanzkennzahlen, Werttreibern und ESG-Faktoren. Die Vorgehensweise gestaltet sich wie folgt:

QUALITY Rating

Das Rating ermöglicht es eine Aussage zu treffen, wie wettbewerbsfähig ein Unternehmen ist. Anleger und Berater können mithilfe einer neunstufigen Skala von AAA bis CCC einschätzen, wie konkurrenzfähig ein Unternehmen aufgestellt ist. Ein Score im grünen Bereich (AAA, AA, A)  zeigt beispielsweise, dass ein Unternehmen überdurchschnittlich wettbewerbsfähig ist. Investoren können dementsprechend das Rating nutzen, um Firmen absolut und relativ miteinander zu vergleichen.

RATINGVERTEILUNG GESAMTUNVIERSUM

(7035 UNTERNEHMEN, STAND 05_2019)

NACHZÜGLER

DURCHSCHNITT

VORREITER

VORTEILE DES QUALITY RATINGS

Der Bewertungsansatz​

__ erfasst mit Hilfe einer systematischen Methodik langfristige Werttreiber

__ und aggregiert sie zu Bewertungskennzahlen und Ratings

__ verdichtet sehr große Datenmengen mit modernsten Analysemethoden intelligent

__ und effizient (Big Data)

__ ermöglicht maßgeschneiderte Analysen, wie Branchenvergleiche, Best-in-Class-Profile,

__ Identifizierung von Hidden Champions

__ berücksichtigt die Performancewirksamkeit und belegt sie durch wissenschaftliche Studien

__ ist vollständig kompatibel zu traditionellen Bilanz- und Finanzkennzahlen

ANWENDUNGSBeispiel

Das Quality Rating liefert eine wettbewerbsorientierte Positionierung in Form eines Stärken- oder Schwächenprofils innerhalb der entsprechenden Branche des analysierten Unternehmens. Auf Unternehmensebene können diese Analysen eine erweiterte Grundlage für eine Vielzahl unternehmerischer Entscheidungen bilden. Die Analysen können sowohl für einzelne nicht-finanziellen Faktoren (als auch aggregiert) durchgeführt werden.

AUFTRAGSFORSCHUNG

Wir begleiten wissenschaftliche Studien von namhaften Partnerunternehmen und sind Kooperationspartner für Ministerien und Hochschulen. 

Beispiel: "The Predictive Power of ESG for Insurance” - Allianz Group

Allianz Global Corporate & Specialty (AGCS) und The Value Group untersuchen in der Basisstudie zum ersten Mal die Relevanz von Nachhaltigkeit für den Sektor der Industrieversicherungen (erschienen 2018). Die Ergebnisse zeigen, dass vor allem im Bereich der Industrieversicherungen eine Einbeziehung nicht-finanzieller Faktoren viele Vorteile mit sich bringt. Spezifische Parameter verfügen hier über eine beträchtliche Vorhersagekraft um festzustellen ob Unternehmen mehr Risiken ausgesetzt sind als ihre Wettbewerber. 

Beispiel: "Extra-Financials und Unternehmenserfolg“ - BMAS

Nicht-finanzielle Werttreiber stehen bei dem von der INQA und der Offensive Mittelstand entwickelten „Mittelstandscheck“ im Fokus. Die Studie für das Bundesministerium für Arbeit und Soziales belegt den Einfluss der Wertreiber auf fundamentale Unternehmenskennzahlen und liefert so ein wichtiges Argument, sich dem systematischen Management seiner Zukunftsfaktoren zu widmen. Gerade für kleinere Unternehmen spielen diese beim Aufbau und der Verteidigung von Wettbewerbsvorteilen eine bedeutende Rolle.